dennis lohmanns Blog

Das Leben ist die Essenz der Gedanken

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Über den Autor

Er wurde in einer kalten Nacht im Januar 1982 geboren. Es war nicht so, dass die Welt auf ihn gewartet hatte, doch schien sie zumindest auch keine Einwände gegen seine Geburt zu haben. Das zeigte sich auch daran, dass er einen großen Teil seines bisherigen Lebens in Münster verbringen durfte.

Die ersten Schritte: Für alle, die diese Stadt nicht kennen, hier einige Rahmendaten. Münster liegt im malerisch flachen Münsterland. Ein Teil von Westfalen, der es für kurze Zeit und unter französischer Herrschaft zum Königreich gebracht hatte. Allerdings erkannte Napoleon nicht, dass Münster die unbestrittene Hauptstadt Westfalens ist und ließ die schöne Stadt außen vor. Nicht, dass das eine prägende Rolle in der Geschichte der Stadt spielen sollte, doch war es zumindest eine humoristische Randnotiz für die als wenig weltbürgerlich geltenden Einwohner. Ansonsten kann über Münster nicht viel gesagt werden. Böse Zungen behaupten, in der Stadt gäbe es mehr Kirchtürme als Einwohner und, wie uns der ARD-Tatort lehrte, dass Leben eines katholischen Priesters zählt dort mindestens soviel wie das von drei toten Bürgermeistern.

Die Lehrjahre: Nach erfolgreich absolvierter Schulausbildung und einem lehrreichen Jahr beim Diakonischen Werk in Münster stand ein Studium an. Nicht, dass die akademische Welt auf ihn gewartet hätte, doch schien sie zumindest keine Einwände gegen seine Immatrikulation zu haben. Ein Magisterstudium sollte es sein. Das bot sich an für einen, der auszog die wissenschaftlichen Grundthesen des 19. und 20. Jahrhundert zu revidieren. Dieser Versuch, so lernte er schnell, war letztendlich zum Scheitern verurteilt. Zwar hatte die akademische Welt keine Einwände gegen ihn persönlich, doch sicherlich gegen eigenständige Geister.

Ein Ortswechsel musste her. Wohin aber sich wenden, wenn das Münsterland ein so vertrauter Anblick geworden war. JENA. Die Lösung. Nicht mehr flach, nicht mehr katholisch und, so will man glauben, im Geiste von Schiller, Goethe und Zeiss dem Fortschritt schon immer einen Sprung voraus.

Das Ende: So brachte er sein Studium zu einem guten Ende und war gewillt sich voll und ganz seinem Land und der ganzen Welt hinzugeben. Da jedoch, so scheint es, hatte sein Land und die Welt Einwände. Wer studiert denn auch schon Geisteswissenschaften, wenn er ein nützliches Mitglied der Gesellschaft werden will?

Ein Neuanfang? Nun ist er also im Berufsleben angekommen. Er lernt und schreibt und lernt auch wieder. Eine gute Situation, doch wohin sie führt, weiß er noch nicht.

Die Antwort, so mag er hoffen, wird die Zeit bringen.

Der Autor in Zahlen

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